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Was ist Fast Fashion? Black Friday Special für Fair Fashion

von | Nov 26, 2021 | Allgemein | 0 Kommentare

Gerade jetzt, rund um den Black Friday und Cyber Monday Kaufrausch, taucht der Begriff „Fast Fashion“ immer wieder auf. Aber was ist Fast Fashion eigentlich? Was kann man gegen Fast Fashion tun? Welche Marken sind Fast Fashion? Wir wollen am heutigen Black Friday nicht nur mit Angeboten locken, sondern auch einen Blick auf die Schattenseiten des Massenkonsums werfen.

Was ist Fast Fashion? Eine Definition

Fast Fashion, zu Deutsch wörtlich „schnelle Mode“, bezeichnet die massenhafte Herstellung und den schnell getakteten Vertrieb von Bekleidung. Es ist ein Geschäftsmodell, welches auf der Schnelllebigkeit von Trends basiert und sogar umgekehrt zu noch kürzeren Trends beiträgt. Die großen Designer veröffentlichten ein bis allerhöchstens vier Kollektionen im Jahr. Fast Fashion Brands wie Zara bringen mittlerweile monatlich neue Kollektionen auf den Markt. Diese stellen Sie so massenhaft her, dass in den kurzen Zeiträumen gar nicht alle Ware verkauft werden kann und bringen dann schon wieder die neue Kollektion, den nächsten Trend auf den Markt.

Neben dem Geschäftsmodell hat sich aber auch eine Fast Fashion Konsumkultur entwickelt. Natürlich bietet es sich durch die ständige Verfügbarkeit absolut billiger Kleidung an, ein neues T-Shirt zu kaufen, anstatt das Loch am alten Shirt zu stopfen. Auch eine Eigenart der High Fashion Kultur ist der Gedanke, dass zu jedem Anlass ein neues Outfit hermuss.

Damit die Kleidung aber so billig und schnell auf den Markt gebracht werden kann, stellen die meisten Labels unter extrem menschenunwürdigen, sogar lebensgefährlichen Bedingungen her. Doch nicht nur Menschenleben setzen die Billig-Produzenten aufs Spiel, sondern auch eine gesunde Erde und funktionierende Ökosysteme. Die Bekleidungsindustrie stößt jedes Jahr über 1,2 Milliarden Tonnen CO₂ aus. Das ist laut Focus Online mehr, als internationale Flüge und Kreuzfahrten zusammen.

Info Fast Fashion

Das Herstellungs- und Verkaufsverhalten, sowie das Konsumverhalten der Mehrheit führt also zu katastrophalen Zuständen für Mensch und Umwelt. Lass uns doch zusammen einmal alle Bereiche der Fast Fashion betrachten und herausfinden, was jeder von uns tun kann.

Wie ist Fast Fashion entstanden?

Den letzten Stoß zum Zustand der heutigen Bekleidungsbranche haben die Labels selbst gegeben, die mit immer neuen Kollektionen locken. Aber wie kam es überhaupt bis hier?

Etwa um 1830 herum wurden die ersten Nähmaschinen hergestellt, doch erst mit Singer in den 1850er Jahren gingen Nähmaschinen in Serie und verkauften sich weltweit. Bis dahin war also jedes Kleidungsstück absolute Handarbeit. Bis ein Kleidungsstück ganz fertig war, dauerte es oft Tage, je nach Aufwand sogar Wochen. Nur die Adligen und Reichen konnten sich eine abwechslungsreiche Garderobe leisten, das gemeine Volk hingegen musste mit wenigen Kleidungsstücken, die vielseitig eingesetzt wurden, klarkommen. Wenn ein Kleidungsstück riss oder kaputtging, stopfte man es, flickte es oder nähte es wieder zusammen. In weniger als 200 Jahren sind wir also von einer sehr einfachen, handgenähten Garderobe zu einem wandfüllenden Kleiderschrank mit einem Outfit für jede Gelegenheit gekommen.

Seit den späten 1940er Jahren gibt es Standardgrößen in der Kleidung und spätestens seit Online-Kleidungsshops boomt der Markt für Kleidung mit ständigen neuen Designs. Kleidung wurde zur Massenware.

Die ökologischen Effekte

Den CO₂ -Ausstoß der ganzen Modeindustrie haben wir ja schon angeschnitten. Aber das ist nicht die einzige Belastung, die durch die Branche entsteht. Wie kommen solche schier unbegreiflichen Zahlen zustande?

Die Herstellung

Die Materialien und Herstellung, die die verschiedenen Labels in ihrer Kleidung verarbeiten, haben allgemein schon keinen besonders grünen Fußabdruck. So nutzen Modelabels sehr gerne Polyester für Ihre Kleidung. Stretchig, billig, vielseitig einsetzbar – und voller Mikroplastik. Das gelangt nicht nur während des Herstellungsprozesses in die industriellen Abwässer, sondern auch bei jeder Wäsche bei uns zu Hause! Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland schätzt den Mikroplastik-Anteil aus der Modeindustrie in den Weltmeeren auf ungefähr 35 %! Das Bild von Plastikflaschen, Fischernetzen und Co. in den Meeren ist natürlich nicht falsch, aber solche versteckten Sünden wie das alltägliche Waschprogramm tragen ebenso zur Verschmutzung bei, wie die offensichtlichen Faktoren.

Auch Viskose, eine Faser, die ja aus Holz, also einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt wird, ist ein solch heimlicher Übeltäter. Um die Faser zu gewinnen, muss man nämlich mit Schwefelkohlenstoff arbeiten. Diese chemische Substanz hat man aufgrund seiner hochgiftigen Eigenschaften früher gerne zur Rattenvernichtung genutzt, ein nicht so richtig ökologisches Mittel also.

Wie du in unserem Beitrag „Umweltbelastung bei der Herstellung einer Jeans“ nachlesen kannst, geht es auch hier in der Herstellung nicht besonders umweltfreundlich zu. Einsatz von Schwermetallen und anderen toxischen Stoffen zum Färben und Bleichen sind keine Seltenheit.

Die Reisen um die Welt

Je nach Kleidungsstück reist es erst ein bis ein paar Mal um die Welt, bis es bei dir im Kleiderschrank ankommt. Von den Plantagen der Baumwolle oder Holzfasern zu Webereien, Färbereien, Nähfabriken und dann schließlich ins Geschäft kann das Kleidungsstück durchaus drei bis vier Kontinente bereisen. Das schlägt sich natürlich durch Fracht und Transport in der CO₂ -Bilanz nieder.

Die drei „R“ der Nachhaltigkeit?

In der Fast Fashion Industrie ist das Konzept der Nachhaltigkeit leider noch absolut nicht angekommen. Reduce, Reuse, Recycle: Die meisten Modelabels stellen mehr hin, als sie verkaufen können, also eher das Gegenteil von Reduce. Reuse? Das Konzept der Fast Fashion Labels beruht darauf, dass man Kleidung neu kauft, anstatt sie wiederzuverwenden. Auch das Recycling-Prinzip ist nicht im Sinne der Labels. Gerade Primark ist dafür bekannt, dass es beinahe billiger ist, ein Top neu zu kaufen, als es zu waschen. Die heutige Modeindustrie beruht auf Prinzipien, die unsere Ressourcen und Menschen verschleißen. Menschen auch?

Fast Fashion und faire Arbeitsbedingungen

Diese zwei Begriffe gehen nicht Hand in Hand. Spätestens seit dem Unfall in einer Fabrik in Bangladesch kann die Weltöffentlichkeit die Augen vor diesem Fakt nicht mehr verschließen. Wegen jahrelang ignorierter Mängel und Baufehler stürzte im Jahr 2013 eine Fabrik ein. Bei dieser Tragödie starben über 1.000 Menschen und weitere 2.000 wurden verletzt. Besonders viel Aufsehen erregte dieser Fall, weil der Zutritt zu dieser Fabrik eigentlich verboten worden war. Aufgrund der Ignoranz bei den Verantwortlichen und der verzweifelten Lage vieler Angestellten arbeiteten trotzdem über 3.000 Leute in der Fabrik.

In vielen Ländern ist Kinderarbeit in Nähereien keine Seltenheit. Viele Näher und Näherinnen in den entsprechenden Produktionsstätten verdienen gerade einmal umgerechnet 40 € im Monat, trotz grausam langer Schichten und keinen freien Tagen. Wenn man sich lange genug mit den Arbeitszuständen in Herstellungsstätten diverser Labels beschäftigt, muss man sich fragen, inwiefern wir unsere Werte und Moralvorstellungen mit diesen Zuständen vereinbaren können oder überhaupt sollten?

Was wir gegen Fast Fashion tun

Fair Fashion bei LeShopVegan

Natürlich sind wir der Meinung, dass das unmögliche Zustände sind. Wir versuchen, dir moderne Designs und zeitlose Stile zu bieten, ohne dass Natur und Menschen darunter leiden müssen. Wir sind der Meinung, das muss besser gehen, wir wollen besser sein. Daher arbeiten wir eng mit unseren Labels zusammen und wählen unsere Partner nach extrem hohen Ansprüchen aus. Wie unser Name sagt, sind wir ein komplett veganer Shop, doch wir gehen noch weiter. Wir wollen Fair Fashion statt Fast Fashion.

Unsere Partner-Labels und Lieferanten achten auf eine faire und nachhaltige Lieferkette. Gleichzeitig halten sie sich an eine geringere Kollektionstaktung und produzieren so weniger Kleidung, als Fast Fashion Labels. Viele unserer Labels recyceln Ozeanmüll oder ihren eigenen Abfall. Das hat für dich als Konsument oder Konsumentin keinerlei negativen Folgen! Im Gegenteil, denn Jeans vom Armedangels zum Beispiel sind extrem haltbar und begleiten dich über Jahre hinweg. Die Taschen von Matt & Nat haben nicht nur ein Innenfutter aus PET-Flaschen, sondern sind auch zeitlos elegant und clever designt. Vielleicht musst du ein wenig tiefer in die Tasche greifen, als bei Fast Fashion Labels, doch du kannst dir sicher sein, dass weder Umwelt noch Arbeiter und Arbeiterinnen für deine Mode bitter bezahlen müssen.

Was kannst du gegen Fast Fashion tun?

Jeder einzelne Mensch kann Steinchen in die Mühlräder der Fast Fashion Industrie werfen. Denke an das Nachhaltigkeitsdreieck in deinem eigenen Kleiderschrank. Wenn dir etwas kaputtgeht, überlege, ob es eine Möglichkeit gibt, das Kleidungsstück zu reparieren. Wenn du nicht besonders geschickt mit der Nähnadel bist, gibt es bestimmt eine Schneiderei in deiner Nähe. Oder frage in deinem Bekanntenkreis. Du wärst überrascht, wie viele Leute nähen können und sicherlich bereit sind, die Basics mit dir zu teilen.

Wenn du neu kaufst, kaufe fair. Beschäftige dich mit den Labels, bei denen du kaufst. Vermeide die großen Fast Fashion Labels. Dazu gehören Asos, Mango, H & M, Zara, Primark, Topshop, C&A, Forever 21 und einige mehr. Kaufe von Marken, die auf die Arbeitsbedingungen bei ihren Herstellungsprozessen achten und solche, die mit Fair Trade oder ähnlichen Siegeln zertifiziert sind.

Wichtig! Fast Fashion ist zu verurteilen, aufgrund all der Auswirkungen, die diese Industrie für unseren Planeten und unsere Mitmenschen hat. Dennoch gibt es Menschen, die auf die billigen Kleider angewiesen sind. Die es sich nicht leisten können, stundenlang durch Secondhandläden zu schlendern, um ein T-Shirt zu finden. Menschen, die nicht das Geld haben, für fair produzierte Kleidung mehr zu zahlen. Es geht nicht darum, diese Menschen zu verurteilen.

Die, die sich faire Fashion leisten können, aber das Problem ignorieren, sind Teil des Problems, die Firmen, sind der größte Teil des Problems. Wir wollen keinen Hass oder Überlegenheitsgefühle sähen. Wir wollen aufklären und dir die Möglichkeit bieten, faire Fashion ganz einfach und übersichtlich zu kaufen.

Black Friday: Ebenfalls Teil des Problems? Nein!

Der Black Friday und auch der Cyber Monday sind für viele Unternehmen die umsatzstärksten Tage im Jahr. Kurz vor Weihnachten und mit riesigen Rabattaktionen beworben, verführen viele Geschäfte zum unbedachten Kaufrausch. Diese Marketingstrategie ist sinnbildlich für den Massenkonsum unserer Zeit. Doch das macht den Tag an sich und die Idee, große Rabatte zu geben, nicht schlecht.

Im Gegenteil: Wie bei fast allem anderen geht es weniger darum, ob man es tut, sondern wie bewusst man es tut. Nicht jeder kann auf das Auto verzichten, aber wenn man alles unter 5 Kilometern schon mit dem Rad erledigt oder auch einfach mal die Bahn nimmt, dann hat man schon ein gutes Stück getan.

So auch beim Black Friday: Wer auf die Rabatte angewiesen ist, um Weihnachtsgeschenke oder auch einfach neue Kleidung für sich zu kaufen, soll das gerne tun. Man sollte nur darüber nachdenken, wo und wie man die Rabatte nutzt. Bei Zara oder Asos vier neue Outfits jeweils in zwei Größen bestellen, damit man sicher eins hat, welches passt und den Rest zurückschicken? Das ist Teil des Problems, alleine schon wegen der Rücksendungen. Rabatte nachhaltiger Marken zu nutzen, um sich Fair Fashion zu kaufen, die sonst vielleicht außerhalb des Budgets liegt, sich vorher über Größen informieren und genau passend, möglichst bei einem Shop bestellen? Das ist kein Problem! Wenn du zum Beispiel die 20 % Rabatt bei Le Shop Vegan nutzt, können wir die verschiedensten Artikel Fair Fashion zusammen verpacken und verschicken. So hast du nicht nur Geld gespart, sondern auch einen Gegenpol zur Fast Fashion unterstützt.

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