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Vegane Schokolade: Naschen mit gutem Gewissen

von | Dez 3, 2021 | Allgemein | 0 Kommentare

Ob Zartbitter oder Kokosmilch, mit Nüssen oder Karamell, gefüllt oder pur: Vegane Schokolade gibt es für jeden Geschmack. Wie wäre es also in diesem Jahr mal, den Nikolaus vegan zu gestalten? Wir verraten, wie du vegane Schokolade selbst machen kannst, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Marken besonders leckere Sorten haben.

Was ist vegane Schokolade?

Schokolade ist vegan, wenn keinerlei tierische Bestandteile enthalten sind. Klingt eigentlich ganz logisch, allerdings würde man einige Zutaten überhaupt nicht in Süßigkeiten vermuten. Falsch ist zum Beispiel die Annahme, eine Zartbittertafel wäre immer vegan – auch hier kann sich beispielsweise Butterreinfett verstecken. Vegane Schokolade darf die folgenden Erzeugnisse nicht enthalten:

  • Milch, Milchpulver, Molke
  • Butter, Butterreinfett
  • Ei
  • Honig
  • Bienenwachs

Bienenwachs wird als Überzugsmittel auf einigen Produkten verwendet, um einen schönen Glanz zu erzeugen. Ei und Honig finden sich zum Beispiel in Form von weißem Nougat in einigen Süßwaren. All das ist aber für guten Geschmack nicht nötig. Satt Milchpulver können in hellen Tafeln Pulver auf Kokosnuss-, Reismilch-, Hafer- oder Mandelbasis verwendet werden. Butterreinfett kann einfach weggelassen, Butter durch Nussmus ersetzt und Honig durch andere Süßungsmittel ausgetauscht werden. Was wir aber ebenfalls wichtig finden, wenn du vegane Schokolade kaufst, ist die Herkunft der Rohstoffe. Leider sind Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne in der Kakaoproduktion keine Seltenheit. In Ghana und der Elfenbeinküste, den größten Anbaugebieten, arbeiten laut Welthungerhilfe rund 1,5 Millionen Kinder im Kakaosektor. Achte daher am besten auf Bio-Qualität und das Fairtrade-Siegel, um deine vegane Schokolade mit gutem Gewissen genießen zu können.

Vegane Schokolade selber machen: So geht’s

Besonders zum Verschenken ist selbstgemachte vegane Schokolade natürlich ein Highlight. Darum haben wir Anna Gliemer, Inhaberin der Naturpatisserie gleem, nach ihren besten Tipps und Tricks gefragt. Sie selbst fertigt in ihrer Hamburger Manufaktur feinste Pralinen, Törtchen und Konfekt auf Basis von Datteln und roh-veganer Schokolade. Um leckere vegane Schokolade zu Hause zu machen, „braucht es nur hochwertige Zutaten und ein wenig Feingefühl“, so die Expertin. Zu den wichtigsten Tools gehören laut Anna außerdem ein Thermometer und ein Wasserbad. Denn: „Schokolade sollte richtig temperiert sein, damit sie glänzt, nicht so schnell schmilzt und beim Reinbeißen schön knackt.“ Die Zutaten sind erstaunlich überschaubar: Nur Kakaomasse (100% Rohkakao), Kakaobutter und ein Süßungsmittel, wie beispielsweise Reissirup, benötigst du. Tipp von Anna: „Kokosöl und Nussmus statt Kakaobutter gehen auch, die Masse wird dann allerdings etwas weicher als bei einer klassischen Schokolade.“

Vegane Schokolade und Pralinen von gleem

Vegane Schokolade in Handarbeit. Foto-Credit: Christopher Große-Cossman für gleem

Vegane Schokolade: Rezept

Natürlich wollten wir es ganz genau wissen und haben Anna ein Rezept für die perfekte vegane Schokolade entlockt. Mit dieser Anleitung lassen sich Tafeln, Riegel und Figuren ganz einfach zu Hause zubereiten und nach Geschmack verfeinern.

Zutaten für 1 Tafel:

  • 60 g Kakaomasse
  • 5 g Kakaobutter
  • 50 g Reissirup
  • 1 Prise Zimt

Zubereitung:

Kakaomasse langsam bei 40 °C über einem Wasserbad schmelzen. Reissirup und Zimt einrühren, die Masse in eine Schokoladen-Form oder auf ein Blech gießen. Erkalten lassen und vorsichtig herauslösen oder als Bruchschokolade verwenden.

Wer es ganz professionell machen möchte, findet in Annas neuem Buch „Green Table and Natural Pastry“ (über gleem.de) Tipps zum Temperieren sowie zahlreiche Rezepte von süß bis herzhaft.

Vegane Schokolade kaufen

Neben rein veganen Herstellern und Bio-Firmen, beweisen inzwischen selbst die ganz Großen der Branche, wie köstlich vegane Süßigkeiten sein können. So haben Lindt, Ritter Sport und Katjes bereits mehrere Sorten im Angebot, die weit über die klassische Zartbitter-Tafel hinausgehen und die beinahe überall erhältlich sind. Ob Supermarkt, Drogerie, Bioladen, Reformhaus oder Onlineshop: Vegane Schokolade zu finden, ist wirklich kein Problem mehr. Nicht alle Tafeln auf einmal zu essen, dagegen schon eher.

Vegane Schokolade: Fairtrade und Bio

Wie bereits oben erwähnt, ist die Kakaoproduktion ein heikles Thema. Um ethisch korrekte Produkte auf den Markt zu bringen, setzen daher viele Firmen auf Bio-Qualität und tragen ein Fairtrade-Siegel oder setzen sich aktiv für faire Bedingungen ein. Dazu gehören:

  • PACARI
  • iChoc
  • VegoBar
  • Veganz
  • Original Beans
  • Rapunzel
  • Gepa
  • Tony’s Chololonely
  • Vivani
  • Haselherz
  • Share

Hier ist aber zu erwähnen, dass die meisten Firmen nicht komplett vegan sind – nur PACARI, VegoBar, Veganz und iChoc verwenden ausschließlich pflanzliche Bio-Zutaten. Die anderen Firmen handeln aber ebenfalls nachhaltig und haben ein großes veganes Angebot.

Vegane Schokolade konventioneller Marken

Während Firmen wie Milka und Schogetten noch immer an tierischen Rezepturen festhalten, gibt es einige bekannte Hersteller, die ihr Angebot um vegane Schokolade erweitert haben. Der Trend geht dabei ganz klar zur Haferdrink-Basis und die Auswahl kann sich sehen lassen.

  1. Ritter Sport
    Neben der Edelmarzipan- und Halbbitter-Schokolade, die schon immer vegan waren, macht das Unternehmen uns mit den Sorten Mandel-Quinoa, Sesam und Voll-Nuss-Amaranth. Spoiler: In Kürze wird es ein veganes Pendant der Alpenmilch-Schokolade geben
  2. Lindt
    Du trauerst noch immer dieser einen Schokolade von Lindt hinterher, die den perfekten Schmelz hatte, aber leider nicht vegan war? Gute Nachrichten: Inzwischen hat die Schweizer Firma – neben einigen Zartbitter-Tafeln und der Ganze Mandel 60 % – mehrere komplett vegane Sorten: Lindt HELLO Haselnuss, Salted Caramel, Cookie und Sweet’n Salty Popcorn sowie eine Vegan Classic und Vegan Haselnuss. Neu ist außerdem der vegane Schoko-Weihnachtsmann
  3. Katjes
    Der Süßwarenhersteller hat mit Chocjes bereits recht früh eine komplette Linie auf Haferdrink-Basis herausgebracht. Es gibt fünf Sorten: Sea Caramel, Salty Pretzel, Into The Dark, Cookie Lover und The Pure Thing

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Vegane Nikolausstiefel voller Leckereien

Ein Tag, der geradezu gemacht ist für vegane Schokolade, ist der 6. Dezember. An diesem Tag gedenken wir dem Heiligen Nikolaus. Dieser ist nicht etwa eine Märchenfigur, sondern existierte wirklich. Der Bischof, der um 280 n. Chr. in der heutigen Türkei geboren wurde, war ein Sinnbild für Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Er galt als Schutzpatron der Armen und Kinder und teilte sein Vermögen mit den Bedürftigen. Gestorben ist er an einem 6. Dezember – und um die Tradition zu bewahren, hängen Kinder auf der ganzen Welt noch heute Strümpfe an den Kamin oder stellen ihre Stiefel vor die Haustür. Natürlich immer in der Hoffnung, diese am nächsten Tag mit vielen Süßigkeiten gefüllt vorzufinden. Was könnte da passender sein als vegane Schokolade? Schließlich steht der Christliche Feiertag für Mitgefühl – und das sollte allen Lebewesen gelten.

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